«pipette – Swiss Laboratory Medicine»

Die «pipette – Swiss Laboratory Medicine» ist das offizielle Organ der SULM. Sie thematisiert regelmässig die aktuellen Entwicklungen der Labormedizin. Die «pipette» richtet sich u.a. an Klinische Chemiker, Mikrobiologen, Genetiker, Hämatologen, Endokrinologen, Allergologen, Immunologen, biomedizinische Analytikerinnen, medizinische Praxisassistentinnen und Hausärzte.

Die einzige Schweizer Fachzeitschrift, die alle in der Labormedizin Tätigen erreicht, auch Hausärzte.

Empfänger sind Entscheidungsträger aus dem Bereich der Labormedizin. Mitglieder der SULM bzw. der ihr angeschlossenen Fachgesellschaften. Grundversorger und Bundesämter.

Die Schweizerische Union für Labormedizin (SULM) gewährleistet mit der «pipette» den Informationsaustausch für Belange der Labormedizin gegenüber der Öffentlichkeit und Fachwelt. Sie leistet dadurch einen aktiven Beitrag zu einer transparenten gesundheitspolitischen Diskussion. Das fördert die Sensibilität für die Wichtigkeit einer effizienten und effektiv eingesetzten Labormedizin mit all ihren Fachbereichen.

Aktuelle Ausgabe – Nr 5 2020

SARS-CoV-2 im Brennpunkt | Zoom sur le SARS-CoV-2

Das Hepatitis-B-Virus: Biologie und Klinik | Virus de l’hépatite B: biologie et clinique

Therapieresistenz von Herpes-simplex- Reaktivierung: neue Möglichkeiten in der Labordiagnostik? | Résistance thérapeutique dans laréactivation de l’herpès simplex: de nouvelles possibilités en diagnostic de laboratoire?

Riesenviren: von Mimivirus bis Lausannevirus | Virus géants: du mimivirus au lausannevirus

Download der Gesamtausgabe (.pdf)

Schwerpunkt Viren: globale Erwärmung und Impfstoffe | Zoom sur les virus: réchauffement climatique et vaccins
Die globale Erwärmung war 2019 eines der heissen Themen und ist es heute genau so. Sowohl auf der politischen Agenda als auch in den Medien. Sie steht bei vielen Wissenschaftlern ganz oben auf der Liste der Anliegen. Wir Mikrobiologen beobachten die Auswirkungen des Klimawandels intensiv. Frida Bünzli greift das in der Zeichnung auf, die das Titelblatt der aktuellen Ausgabe der «pipette» ziert. Im Zuge der globalen Erwärmung tauen Gletscher und Permafrost. Dabei geben sie nach und nach jahrhundertealte Leichen frei, die möglicherweise mit gefährlichen Viren infiziert sind – unter anderem Pocken. Was das bedeutet, lesen Sie in dieser Schwerpunktausgabe zum Thema Viren… > mehr

SARS-CoV-2 im Brennpunkt | Zoom sur le SARS-CoV-2
Das SARS-CoV-2 hat sich in wenigen Monaten von der Stadt Wuhan aus über die ganze Welt verbreitet. Dank der raschen Entwicklung molekulardiagnostischer Tests gelang es, wirksame epidemiologische Kontrollmassnahmen einzuführen. Erste serologische Studien ergaben eine Seroprävalenz von nur 10 %, weshalb wohl leider mit einer Rückkehr des Virus im Herbst zu rechnen ist. Damit beschleunigt sich das weltweite Wettrennen um eine wirksame Behandlung und die Entwicklung eines Impfstoffs. Derzeit werden mehr als 29 Impfstoffkandidaten mit bereits 7 Formulierungen in klinischen Studien der Phase III geprüft. Wann ein Impfstoff auf dem Markt sein wird, lässt sich jedoch nach wie vor kaum vorhersagen, da trotz allen unternommenen Anstrengungen eine Impfstoffentwicklung Monate bis Jahre in Anspruch nimmt. > mehr

Das Hepatitis-B-Virus: Biologie und Klinik | Virus de l’hépatite B: biologie et clinique
Die chronische Hepatitis B wird durch das Hepatitis-BVirus (HBV) hervorgerufen, ein hepatotropes DNA-Virus aus der Familie der Hepadnaviridae. Es verursacht eine akute Hepatitis mit dem Risiko des Fortschreitens zu einer chronischen Form (insbesondere bei Neugeborenen und Kleinkindern), die in der Folge häufig zu Zirrhose und Leberzellkarzinom (HCC) führt. Trotz der Verfügbarkeit eines wirksamen Impfstoffs stellt die HBVInfektion nach wie vor ein bedeutendes und noch immer unterdiagnostiziertes Gesundheitsproblem dar. Ihre geschätzte Prävalenz beträgt das Sechsfache der HIVPrävalenz. Im Jahr 2016 richtete die WHO ein Programm zum Management der Virushepatitiden ein, dessen wichtigstes Ziel darin besteht, die Virushepatitis als ernsthafte Bedrohung der öffentlichen Gesundheit bis 2030 mithilfe von Massnahmen auszuschalten, die den Zugang zu Impfstoffen und Behandlungen erleichtern, sowie durch die Prävention der Übertragung an Neugeborene bei der Geburt. > mehr

Therapieresistenz von Herpes-simplex- Reaktivierung: neue Möglichkeiten in der Labordiagnostik? | Résistance thérapeutique dans laréactivation de l’herpès simplex: de nouvelles possibilités en diagnostic de laboratoire?
Reaktivierung von Herpes-simplex-Virus (HSV)-1 und -2 betreffen 5–25 % der Bevölkerung. Acyclovir (ACV) ist in den meisten Fällen wirksam gegen HSV, aber ACV-Unterdosierung, lang andauernde ACV-Einnahme und Immunschwäche sind Risikofaktoren für ein klinisches Versagen und die Entstehung viraler ACV-Resistenz. Die Labordiagnostik hat Limitationen: Bekannte genotypische Resistenzen sind auf wenige Mutationen beschränkt, während phänotypische Resistenztests variabel und zeitaufwendig sind. An zwei Fallbeispielen geben wir eine Übersicht zu aktuellen Möglichkeiten der HSV-Resistenztestung… > mehr

Pocken: verheerende Vergangenheit, rettende Impfung und mögliche künftige Risiken| La variole: un passé dévastateur, une vaccination salvatrice et de possibles risques futurs
Dieser Artikel gibt einen Überblick über die verheerenden Auswirkungen der Pocken in der Vergangenheit und ihre Ausrottung dank der Impfung. In den vergangenen Jahrhunderten galten die Pocken aufgrund der damit verbundenen hohen Sterblichkeit als biologische Waffe und wurden als solche von europäischen Siedlern während des Krieges gegen indigene Völker in Amerika eingesetzt. Sollte es zu einem Wiederauftreten der Pocken kommen, beispielsweise infolge einer versehentlichen oder vorsätzlichen Freisetzung aus einem der bekannten Laborbestände oder einem nicht verzeichneten Bestand oder als Folge von globaler Erwärmung und Permafrostschmelze, bestünde die Gefahr einer Pandemie durch eine aerosolübertragene Krankheit mit einer weit höheren Mortalität als bei SARS-CoV-2, wenn man die zeitliche Verzögerung zwischen den möglichen ersten Fällen und dem Seuchenalarm, die relativ wenigen verfügbaren Impfstoffdosen sowie die fehlende Immunität bei fast 70 % der derzeitigen Bevölkerung berücksichtigt. Obwohl die Pocken ausgerottet sind, besteht also noch immer Grund zur Besorgnis. > mehr

Riesenviren: von Mimivirus bis Lausannevirus | Virus géants: du mimivirus au lausannevirus
Obwohl für Riesenviren keine pathogenen Eigenschaften nachgewiesen wurden, konnte dank ihrer Entdeckung und eingehenden Erforschung (i) aufgezeigt werden, dass der Verlust von genetischen Informationen unter allopatrischen Bedingungen häufiger auftritt und diese Viren eine relativ niedrige Mutationsrate in der Grössenordnung von 3 bis 8 Mutationen pro Jahr aufweisen, und (ii) dokumentiert werden, welche Bedeutung der Endonuklease und der Nudixhydrolase bei der Replikation des Lausannevirus innerhalb der Amöbe zukommt. Die genomischen Studien haben ferner zum Nachweis viraler Proteine beigetragen, die eukaryotischen Histonen ähneln, die die Genomstabilität des Lausannevirus erhöhen sowie mit der DNA des Amöbenwirts interagieren könnten. > mehr

Toxische Cyanobakterien | Cyanobactéries toxiques
Cyanobakterien vermehren sich im Sommer oftmals stark aufgrund der hohen Temperaturen oder der Änderungen im Säuregrad oder Phosphorgehalt der Seen; daher ist es gut möglich, dass wir in Zukunft im Zuge des Klimawandels stärker mit ihnen konfrontiert sein werden. Cyanobakterien sind einerseits aussergewöhnlich aufgrund ihrer metabolischen Eigenschaften, die einst für die Evolution von Eukaryonten von wesentlicher Bedeutung waren, andererseits teilweise gefährlich aufgrund ihrer Toxine. Das Risiko für den Menschen ist begrenzt, da wir im Gegensatz zu Hunden, die vor allem bei sommerlicher Hitze auch grössere Mengen Seewasser trinken, um ihren Durst zu stillen, höchstens einmal baden gehen. Allerdings ist das Schwimmen in Cyanobakterien-belasteten Gewässern zu vermeiden, da diese Bakterien je nach produziertem Toxin verschiedene Beschwerden und Symptome beim Menschen hervorrufen können, darunter Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfall, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen, Hauterkrankungen und Kopfschmerzen. > mehr

Update zu COVID-19: Diagnose im ambulanten Bereich | Mise à jour concernant le COVID-19: diagnostic en ambulatoire
Am 3. August 2020 hat das BAG eine weitere Empfehlung publiziert. Es geht dabei um die Diagnose im ambulanten Bereich, wobei die Indikationen und Interpretationen der PCR-Tests detaillierter beschrieben sind, und in einem Anhang wird auf Aspekte beim Einsatz von serologischen Tests eingegangen. Nachfolgend eine kritische Beurteilung der aktuellen Situation… > mehr

Doch nicht vom Aussterben bedroht… | Pas encore mort ...
In der «pipette» Nr. 3 haben wir über die Nöte unseres Journals der «Swiss Laboratory Medicine» berichtet. Ein paar Monate später stehen wir an einem anderen Punkt. Vielen Dank für die konstruktiven Feedbacks… > mehr

Ausgaben von 2020

Nr 4 – 2020


Point of Care: Praxislabor | Point of Care: Laboratoire au cabinet

Nr 3 – 2020


Labor und Nibs/mAbs | Laboratoire et Nibs/Mabs

Nr 2 – 2020


COVID-19 und die (Labor)-Welt | Le COVID-19 et le monde (des laboratoires)

Nr 1 – 2020


Antibiotikaresistenz und Antimicrobials | Résistance aux antibiotiques et antimicrobiens

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